Aktuelles

Der lange Weg einer gerontopsychiatrischen Pflegeeinrichtung

von Grid Rudolph

 

In der Erzählung zum Thema „Gerontopsychiatrisch veränderte Menschen: Von der Anstaltsverwahrung zur Inklusion im vertrauten Quartier“ beschreibt Dr. Johannes Richter diese Geschichte, welche er zum Teil selbst begleitet hat.

Aus der 1904 vom sächsischen König gegründeten Anstalt ging in der DDR das Pflegeheim Thekla hervor. In dieser Zeit arbeitete eine Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie als Heimärztin. Sie prägte aufgrund ihrer Kenntnisse die gerontopsychiatrische Ausrichtung des Pflegeheims. Nach der Wende ging die Trägerschaft der Einrichtung im Jahr 1991 zur AWO über und erhielt den Namen der Gründerin der Arbeiterwohlfahrt – Marie Juchacz.

Im Text wird der schwierige Aufbau zu einer Einrichtung beschrieben, die Menschen ein helles und liebevolles Zuhause in einer schweren Lage bietet. Trotz vieler Hürden gelang es, das Pflegeheim zu einer der modernsten Adresse der Pflege für gerontopsychiatrisch veränderter Menschen werden zu lassen. Auch die zahlreichen Maßnahmen und Herausforderungen werden im Text thematisiert.

Für alle Geschichtsinteressierten hat der frühere Einrichtungsleiter Dr. Johannes Richter die wichtigsten Meilensteine zu Papier gebracht. 

Trauer und ihre Gesichter

von Sarah Sawadsky

Der Tod und die damit verbundene Trauer, ist ein Thema, mit dem wir uns viel zu selten beschäftigen, obwohl uns diese Thematik in unserem Leben doch immer wieder begleiten wird.

Nicht nur die Frage "Was soll ich tun wenn ein lieber Angehöriger verstirbt?", sondern auch "Wie gehe ich mit der eigenen Trauer und Trauernden um?", "Wie kann ich Vorsorge treffen?", sind Fragen, mit denen sich jeder einmal auseinandersetzen sollte.

Herr Seifert und Herr Däbler von Christ Bestattung & Begleitung gaben unseren Angehörigen und Betreuern, aber auch unseren Mitarbeitern, am 01.06.2016 die Möglichkeit einige Einblicke in die Thematik zu gewinnen. In ihrem Vortrag zeigte Herr Seifert zunächst die verschiedenen Gesichter des Trauerns auf. Er erklärte sehr verständlich was Trauer bedeutet, und wie sie sich im Einzelnen zeigen kann. Sehr anschaulich machte er deutlich, dass neben psychisch-emotionalen Auffälligkeiten auch körperliche Symptome auftreten können. Ebenso wichtig wie das Verständnis für Tod und Trauer, ist die Bestattungsvorsorge. Auch dazu fanden die Herren von Christ Bestattung & Begleitung die passenden Worte. Besonders interessant waren die Ausführungen zu alternativen Bestattungsarten und die Einblicke in das Konzept des Friedwaldes.

Christ Bestattung & Begleitung, ist ein junges familiengeführtes Bestattungshaus, welches sich als persönlicher Ansprechpartner in der Zeit des Abschiedes versteht und die zurückgebliebenen Angehörigen vom ersten Moment an, den Stunden nach dem Eintritt des Trauerfalls, bis zum Tag der Abschiedsfeier begleiten und als einfühlsamer Kraftspender da sein möchte.

Persönlichkeit, Offenheit, Individualität, sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt des Unternehmens.

Wir danken Herr Seifert und Herr Däbler für den hervorragenden Vortrag, sowie für neue Erkenntnisse und interessante Einblicke in eine Thematik, die ebenso wichtig ist, wie das Leben selbst.

Chorea Huntington und Parkinson im Blick

von Ildiko A. Jakisch

Anfang September konnten sich über 40 interessierte Angehörige, Betroffene und Mitarbeiter in unserem Seniorenzentrum über aktuelle Behandlungsformen der Tiefenhirnstimulation bei der Parkinson- und Chorea Huntington-Erkrankung informieren.

Im Zuge des Fachvortrags stellten die Referenten ausführlich dar, unter welchen Voraussetzungen Betroffene diese Behandlungsformen erhalten können und welche Verbesserungen hierdurch v. a. im Bewegungsablauf entstehen können. Durch das überdurchschnittliche Engagement der Mitarbeiter unter Führung der Pflegedienstleitung Frau Uta Schröder ergaben sich für einige Bewohner bereits Möglichkeiten, die neue Behandlungsformen in Anspruch zu nehmen.

Das AWO Gerontopsychiatrische Pflegeheim „Marie Juchacz“ versorgt seit 2007 Menschen u. a. mit der Diagnose Chorea Huntington und ist hierfür seit 2010 als Facheinrichtung eingetragen. Seither haben sich fachübergreifend verschiedene Kooperationen mit regionalen und überregionalen Fachkliniken neurologischer und psychiatrischer Ausrichtung entwickelt. Aus der Zusammenarbeit heraus konnten bereits zahlreiche moderne pflegefachliche Methoden in Anwendung kommen und entsprechende positive Ergebnisse für die Alltagsbewältigung betroffener Menschen erzielt werden. (Silvio Wiltschek)

Interessierte Zuhörer beim Vortrag über Tiefenhirnstimulation
Teilnehmer des Fachvortrags "Tiefenhirnstimulation"

Gesundheitstag 2015

von Sarah Sawadsky

Unser Personal liegt uns am Herzen!

Im Zuge unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagementes (BGM) fand am 29.05.2015 der 1. Gesundheitstag im AWO Gerontopsychiatrischen Pflegeheim "Marie Juchacz" statt.

Um die Mitarbeitergesundheit und Zufriedenheit langfristig erhalten zu können, beteiligt sich unsere Einrichtung seit ca. 2 Jahren an einem Pilotprojekt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement, um allumfassend und nachhaltig die hohen körperlichen, geistigen und psychischen Anforderungen unserer täglichen Arbeit zu unterstützen.

Schwerpunkt waren in diesem Jahr zwei Messungen, die wir durch die Unterstützung der AOK Plus, die unser Projekt von Anfang an begleiten, anbieten konnten. Eine Halswirbelsäulenmessung und eine Rückenanalyse mit der MediMouse. Die Messungen wurden durch individuelle Auswertungen, sowie Beratungen und Tipps in einen gelungenen Rahmen gebracht und fanden großen Zuspruch bei den teilnehmenden Mitarbeitern.

Des Weiteren stand Herr Sprotte vom Sanitätshaus Alippi als langjähriger Kooperationspartner zur Verfügung und bot eine Auswahl gesundheitsförderlicher Hilfsmittel, Schuhe etc. dar.

Auch Frau Dehmel als Ernährungsberaterin (gesponsert von der BärenApotheke) hielt einen Kurzvortrag zum Thema gesunde Ernährung. Unsere hauseigene Küche, in Zusammenarbeit mit den MA der aktivierenden Betreuung unterstützte dieses Thema mit einem hervorragend guten und liebevoll dargebotenen Buffet. Unser herzlichster Dank geht hier an die Lebensmittelsponsoren EDEKA und Kartoffelmeister Köhra.

Allen Beteiligten, Kooperationspartner und Sponsoren ein herzliches Dankeschön für diesen gelungenen Tag.

Verfasst von Ulrike Dinter & Gerlinde Sturm

Berufswahlmesse der Oberschule Wiederitzsch

von Heiko Jentzsch

Die Oberschule Wiederitzsch hatte für den 13. November 2014 zur Berufswahlmesse eingeladen, damit die Schüler der Klassen 8 bis 10 Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufen erhalten können.

Wir, das AWO Gerontopsychiatrische Pflegeheim „Marie Juchacz“,haben erstmalig mit der Wohnbereichsleiterin Frau Hunger, dem Einrichtungsleiter Herrn Jentzsch und GERT, unserem Alterssimulationsanzug, daran teilgenommen. Gemeinsam mit der „Heimerer – Akademie“ wurde ein Klassenraum zur Präsentation genutzt. So hat sich die Praxis und die Theorie präsentiert und wunderbar ergänzt. Mit einigen Schülern und Eltern konnten wir ins Gespräch kommen. Neben Infomaterial, süße AWO-Herzen und Kugelschreiber hatten wir auch Beispiele für „Vitamine und Naschen“ dabei: Zwei kleine Stiegen mit Äpfeln aus der Region.

GERT zog die Aufmerksamkeit auf sich und viele Schüler kamen in unseren Raum, die sonst wohl vorbeigegangen wären.     Von GERT wurde reichlich Gebrauch gemacht, auch von Mitarbeitern der Oberschule und der Heimerer-Akademie. GERT, der Alterssimulationsanzug versetzt den Anwender in die Situation eines Menschen mit 80 Jahren. Dadurch ändert sich der Blick auf das Alter und das Verständnis für ältere Menschen.

Insgesamt war es eine interessante und kurzweilige Veranstaltung. Auch 2015 werden wir wieder teilnehmen, um die Berufsfelder in der Altenpflege bei den Schülern bekannter zu machen.