Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie bekomme ich einen Wohnplatz?

Zunächst bitten wir um Kontaktaufnahme. Gerne kommen wir auch zu Ihnen.

In das Wohnheim Höfgen und Wurzen oder in die Außenwohngruppe kann man ab 18 Jahren einziehen. Für den Wohnantrag erhalten Sie ein Formblatt.

Auf jeden Fall ist ein amtsärztliches Gutachten notwendig, was bescheinigt zur Zielgruppe zu gehören. Zudem ist ein Probewohnen im Wohnheim möglich.

Wer bezahlt die Heimkosten?

Die Kosten des Wohnheimplatzes sind Leistungen der Eingliederungshilfe gemäß §§ 53,54 SGB XII. Diese Leistungen unterliegen der in der Sozialhilfe üblichen Prüfung von Einkommen und Vermögen. Das heißt also, dass persönliches Einkommen ( z.B. Rente) zur Zahlung des Heimplatzes herangezogen werden. Über die Prüfung des Vermögens erteilen wir Ihnen fachkundig persönlich Auskunft.

Die Berechnung der Heimkosten dürfen wir aufgrund einer Vergütungsvereinbarung mit dem Kommunalen Sozialverband Sachsen gemäß § 75, Abs. 3 SGB XII vornehmen. Die Vergütung unterscheidet sich zwischen Wohnheim, Außenwohngruppen, Wohngemeinschaft und Ambulant Betreutes Wohnen wesentlich.

Wer stellt meinen Hilfebedarf fest?

Jeder Bewohner in Höfgen, Wurzen und Grimma hat einen unterschiedlichen Bedarf an Hilfe. Wir stellen den Bedarf aus einem persönlichen Treffen fest, aber auch aus Gutachten und ärztlichen Zeugnissen sowie Entwicklungs- und Sozialberichten.

Wir müssen uns zunächst auf den neuen Bewohner einstellen. Wenn dieser dann bei uns wohnt, ermitteln wir seinen Hilfebedarf anhand des sogenannten „Metzler-Verfahrens“. In diesem Verfahren schätzen wir die Lebensbereiche des Bewohners ein und beurteilen, was er allein kann, wo wir ihm helfen müssen oder wir gemeinsam mit ihm Lebensziele verfolgen. Hierfür gibt es keine Minutenvorgaben, sondern Punkte. Zusammengerechnet ergibt die Punktzahl eine Hilfebedarfsgruppe, wovon es fünf gibt. Daran bemessen wir dann den Personalschlüssel und die Kosten für den Wohnaufenthalt.

Wieviel Taschengeld bekomme ich?

Es gibt einen Grundbarbetrag in Höhe von 105 €. Hinzu kommt ein monatliches Bekleidungsgeld in Höhe von 23 €. Für Werkstattbesucher wird Arbeitslohn gezahlt.

Gibt es Besuchszeiten?

Es gibt keine festen Besuchszeiten, schließlich sind wir ein offenes Haus. Wir freuen uns aber, wenn sich Besucher beim Personal anmelden.

Sind Haustiere erlaubt?

Haustiere sind erlaubt, wir achten aber auf artgerechte Haltung und sprechen auch darüber, was die Pflege eines Tieres alles für den Besitzer bedeutet.

Darf ich Möbel mitbringen?

Einzelmöbel sehr gern, die Zimmer sind allerdings nur 12 m ² groß. Bei Hausrat und Gardinen müssen wir aber auch auf den Brandschutz achten.

Wie erhalte ich Post?

Privatpost wird unverzüglich vom Büro in die Wohnung gegeben. In den Außenwohngruppen, in der Wohngemeinschaft und im Ambulant Betreuten Wohnen gibt es private Briefkästen.

Wer wäscht meine Wäsche?

Die Leibwäsche wird von einer Wäscherei gewaschen. Damit haben wir gute Erfahrungen. Manche Bewohner möchten ihre Wäsche selbst waschen, auch dies ermöglichen wir. In den Außenwohngruppen, in der Wohngemeinschaft und im Ambulant Betreuten Wohnen waschen die Bewohner ihre Wäsche selbst.

Was ist der Unterschied zwischen Wohnen im Wohnheim und in einer Außengruppe oder Wohngemeinschaft?

Wer im Wohnheim wohnt, für den ist den ganzen Tag und die ganze Nacht Personal in der Nähe. Hierfür muss es natürlich auch einen ganz persönlichen Bedarf geben, vielleicht weil der Bewohner gepflegt werden muss, weil er die Sicherheit des Mitarbeiters dauerhaft benötigt, oder er sich in so vielen Dingen nicht zu helfen weiß,

In den Außenwohngruppen, in der Wohngemeinschaft und im Ambulant Betreuten Wohnen benötigt man hingegen nicht rund um die Uhr Hilfe und Unterstützung. Der Betreuer ist dann vorrangig am Nachmittag im Dienst (Außenwohngruppen, Wohngemeinschaft) oder wöchentlich zu Hausbesuchen vor Ort (Ambulant Betreutes Wohnen).

Wie ist die Essensversorgung geregelt?

Das Mittagessen im Wohnheim bekommen wir geliefert. Wir achten auf Abwechslung und gute Qualität. Kleinere Mahlzeiten bereiten wir auch einmal selbst vor.