Werkstatt Markkleeberg

Unsere Werkstatt befindet sich in Markkleeberg West in der Hauptstraße 130-134.

Hier betreiben wir einen Berufsbildungsbereich mit 6 Plätzen, einen Arbeitsbereich mit 84 Plätzen und einen Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfachbehinderten Erwachsene mit 12 Plätzen.
Außerdem stellen wir Außenarbeitsplätze zur Verfügung.
Unser Mitarbeiterteam ist immer motiviert den hohen qualitativen und quantitativen Anforderungen, die an einen Werkstatt für behinderte Menschen gestellt wurden, gerecht zu werden.
Neben der produktiven Arbeit bieten wir auch arbeitsbegleitende Maßnahmen an.

Sie wollen mehr Information, dann treten Sie mit uns in Kontakt.

AWO Werkstatt für Menschen mit Behinderung Markkleeberg

Produkte & Dienstleistungen

Produkte und Dienstleistungen

Montage/Verpackung
  • Montage von elektronischen, mechanischen und technischen Baugruppen und Komplettgeräten
  • Konfektionierung gebrauchs- und verkaufsfertiger Einheiten
  • Montage von Groß- und Kleinserien
  • Einschweißen von Produkten
  • Falt-, Falz-, Klebe- und Abfüllarbeiten
  • Kuvertierarbeiten

Technische Ausrüstung

  • Tischbohrmaschine
  • Elektroschrauber
  • Klebepistolen
  • Elektrotacker
  • Kniehebelpresse
  • Folienschweißgerät usw.
Arbeitsbereich Montage/Verpackung
Elektromontage

In unsererm Bereich der Elektromontage bieten wir an:

  • Isolieren von Spulen mit den unterschiedlichsten Isolierbandbreiten
  • Montage von Spulen für die Leiterplattenindustrie
  • Komplettierung von elektrischen Bauteilen
  • Prüftätigkeiten mit elektronischen Prüfgeräten
  • Abhängen, Abisolieren, Abmanteln und Verzinnen von Kabeln (Herstellen von Verdrahtungssätzen)

Technische Ausstattung

  • Einzelarbeitsplätze mit entsprechender Werkzeugausstattung
  • Spezialwerkzeuge wie Akku- und Druckluftschrauber
  • Gesetzlich vorgeschriebene Sortier- und Lagermöglichkeiten
Arbeitsbereich Elektromontage
Werbedruck & Stickerei

In unserer Druckerein wenden wir Siebdruck- und Tampondruckverfahren an. Damit ist es uns möglich, verschiedene Werbematerialien und Textilien zu bedrucken.

Arbeitsbereich Druckerei - Siebdruck

Durch die gute technische Ausstattung ist es möglich, die unterschiedlichsten Aufträge aus dem Textilgewerbe realisieren zu können.

Produktionsprofil

  • Stickereiarbeiten (Logos, Embleme, Namensbänder, Besticken von Caps/Mützen usw.)

Technische Ausstattung

  • Bügelstation
  • Flexibel einsetzbare handgeführte kleine Zuschneidemaschine
  • Industrieschnellnäher mit entsprechenden Zusatzgeräten (z.B. Bandfasser)
  • Patchgerät
  • Stickmaschine
  • Überwendlichstichnähmaschine
mit dem AWo-Log bedruckte Kirschkernsäckchen
Wir können Textilien jeder Art bedrucken.
Stickmaschine in unserer Näherei

Aus unserer Werkstatt

Impressionen aus unserer Werkstatt

Wir betreiben einen Berufsbildungsbereich mit 6 Plätzen sowie einen Arbeitsbereich mit 84 Plätzen. Außerdem stellen wir Außenarbeitsplätze zur Verfügung. Neben der produktiven Arbeit bieten wir auch arbeitsbegleitende Maßnahmen an.
In unserem Förder- und Betreuungsbereich finden 12 schwerstmehrfachbehinderte Erwachsene Platz.

Zudem bieten wir ein umfanreiches Speisenangebot in unserer Cafeteria an. Auch unser Außenberich lädt zum Entspannen ein. Unsere freundlichen Mitarbeiter empfangen Sie in unserem Foyer.

Kontakt & Anfahrt

Kontakt & Anfahrt

Kontakt

Leiter der Zweigwerkstatt
Herr Dieter Schumann (d.schumann@awowerkstaetten.de)

Arbeitsvorbereitung
Herr Holger Ackermann (h.ackermann@awowerkstaetten.de)

Begleitender Dienst
Frau Ingrid Bertram (i.bertram@awowerkstaetten.de)

Anschrift

AWO Werkstätten Sachsen-West
Zweigwerkstatt Markkleeberg
Hauptstraße 130-134
04416 Markkleeberg

Tel.: (03 42 99) 87 46 11
Fax: (03 42 99) 87 46 19

Häufige Fragen

Häufige Fragen (FAQ)

Allgemeines zur Werkstatt

Welche Werkstätten gehören zu den AWO Werkstätten Sachsen-West?

Zu den AWO Werkstätten Sachsen-West gehören folgende Werkstätten:

Welche Förder-Bereiche gibt es in der AWO Werkstatt Markkleeberg?

Es gibt folgende Bereiche in der Werkstatt:

Welche Arbeitsbereiche bietet die AWO Werkstatt Markkleeberg an?

  • Montage/Verpackung
  • Elektromontage
  • Druckerei/Werbedruck
Voraussetzungen zur Aufnahme

Wie bekomme ich einen Werkstattplatz? Welche Zugangsvoraussetzungen muss ich erfüllen?

Ich bekomme einen Werkstattplatz, wenn ich zum folgenden Personenkreis gehöre:

  • Meine vorrangige Beeinträchtigung sollte eine geistige Behinderung oder eine Lernbehinderung sein.
  • Ich sollte einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 besitzen.
  • Sollten Sie vorrangig eine psychische Erkrankung haben und in der Stadt Grimma bzw. in deren Umgebung (Einzugsgebiet) wohnen, haben Sie auch die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz in einer speziellen Abteilung für chronisch-psychisch kranke Menschen der Zweigwerkstatt Grimma zu bekommen.
  • Auch in den anderen AWO Werkstätten erhalten Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen eine Beschäftigung. Es gibt dort aber keine speziellen Abteilungen.
  • Auf jeden Fall ist ein aktuelles amtsärztliches Gutachten notwendig, was Ihnen bescheinigt, zur Zielgruppe der Beschäftigten in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu gehören.

Welcher Personenkreis wird in den AWO Werkstätten Sachsen-West beschäftigt?

  • Menschen mit geistiger Behinderung bzw. Lernbehinderung (vorrangige Behinderung)
  • Menschen mit einer körperlichen Behinderung
  • Menschen mit einer Sinnesbehinderung
  • Menschen mit einer chronisch- psychischen Erkrankung
  • Menschen mit Schwerstmehrfach-Behinderungen

Ab welchem Alter und wie lange kann ich die Werkstatt für behinderte Menschen besuchen?

Man kann die Werkstatt ab 18 Jahre bis zum Erreichen des Rentenalters besuchen, wenn man zum Personenkreis der Werkstattbeschäftigten gehört. Dies wird vom zuständigen Kostenträger regelmäßig überprüft.
In den meisten Fällen überprüft dies der Kommunale Sozialverband Sachsen aller zwei Jahre. Dazu erstellt die Werkstatt für behinderte Menschen einen ausführlichen Beobachtungs- und Entwicklungsbericht über den Mitarbeiter.
Wenn ich meine Schulpflicht bereits mit 16 Jahren erfüllt habe, kann ich auch schon mit 16 Jahren in die Werkstatt aufgenommen werden.

Aufnahme/Anmeldung

Wo muss ich einen Antrag auf Aufnahme stellen?

Die Anmeldung für die Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich erfolgt über die zuständigen Reha.-Berater der Agentur für Arbeit Leipzig für die Werkstatt Leipzig.
Falls Sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten, erfolgt die Anmeldung für Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich über die Reha.-Berater der Rentenversicherungsträger.
Die Anmeldung für die Aufnahme in den Arbeitsbereich der Werkstatt bzw. in den Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfach behinderte erwachsene Menschen erfolgt in der Regel über den Kommunalen Sozialverband Sachsen.

Was bedeutet Eingangsverfahren?

Die Maßnahme im Eingangsverfahren wird für alle neu in die Werkstatt aufgenommenen behinderten Menschen durchgeführt. Es erfolgt eine umfangreiche Testung des physischen und psychischen Leistungsvermögens mittels Kompetenzanalyse (Stärken-Schwächen-Analyse). Hier wird festgestellt, ob die Werkstatt für behinderte Menschen für den Maßnahmeteilnehmer die geeignete Einrichtung zur Teilnahme am Arbeitsleben ist und welche Bereiche der Werkstatt in Betracht kommen.
Das Eingangsverfahren dauert in der Regel drei Monate, in Ausnahmefällen nur einen Monat.

Berufsbildung

Was mache ich im Berufsbildungsbereich?

Die Maßnahme im Berufsbildungsbereich schließt unmittelbar an das Eingangsverfahren an und hat eine Dauer von zwei Jahren. Im Berufsbildungsbereich erwerben die Maßnahmeteilnehmer zunächst Fertigkeiten und Grundkenntnisse verschiedener Arbeitsabläufe, darunter manuelle Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen und Werkzeugen. Darüber hinaus eignen sich die Maßnahmeteilnehmer spezielle fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten an, die deutlich auf die Einnahme eines Arbeitsplatzes im Arbeitsbereich der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hinzielen. Dabei sollen den Eignungen, Neigungen und Wünschen des jeweiligen Maßnahmeteilnehmers Rechnung getragen werden.
Während des Berufsbildungsbereiches wird der Maßnahmeteilnehmer auf die Aufnahme einer Tätigkeit im Arbeitsbereich bzw. auf einem Außenarbeitsplatz der AWO Werkstätten bzw. auf einem geeigneten Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet.

Arbeitsalltag (Regelungen zu Pausen, Urlaub, Essensversorgung)

Wie lange muss ich am Tag arbeiten?

Die tägliche Beschäftigungszeit beträgt von montags bis freitags 7,5 Stunden. Die Stundenzahl umfasst die Arbeitszeit, die Erholungspausen und die Zeit der Teilnahme an arbeitsbegleitenden Maßnahmen.
Den täglichen Beginn und das Ende der Beschäftigungszeit legt die einzelne Werkstatt nach pflichtgemäßem Ermessen selbst fest: Im Regelfall arbeiten die Werkstattbeschäftigten in der Zeit von montags bis freitags 7.30 Uhr bis 15.00 Uhr.
Eine verkürzte Arbeitszeit ist nach fachärztlicher Begutachtung und Zustimmung durch den zuständigen Kostenträger möglich.

Wie viele Pausen habe ich an einem Arbeitstag und wie lang sind die Pausen?

Ich habe täglich insgesamt vier Pausen:

  • 20 Minuten Frühstückspause
  • 10 Minuten zusätzliche Erholungspause (vormittags)
  • 30 Minuten Mittagspause
  • 10 Minuten zusätzliche Erholungspause (nachmittags)

Wie komme ich in die Werkstatt und zurück?

Wenn ich in der Lage bin, selbständig und ohne fremde Hilfe, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, muss ich allein in die Werkstatt kommen. Die Kosten für die Fahrkarte bekomme ich vom zuständigen Kostenträger erstattet. Bin ich aufgrund meiner Behinderung nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel allein und ohne fremde Hilfe zu nutzen, wird für mich ein Behindertenfahrdienst organisiert. Der Behindertenfahrdienst holt mich früh von zu Hause ab und bringt mich nachmittags wieder von der Werkstatt nach Hause. Der Behindertenfahrdienst ist für den behinderten Menschen kostenlos.
Über die Bewilligung eines Behindertenfahrdienstes entscheidet der zuständige Kostenträger auf der Grundlage seines amtsärztlichen Gutachtens.

Gibt es in den AWO Werkstätten Urlaubsangebote?

In allen fünf AWO Werkstätten werden jährlich Gruppenurlaubsreisen angeboten. Die Gruppenreisen haben eine Dauer von 5 – 7 Tage. Es werden sowohl Ferienobjekte im Inland als auch im Ausland (zum Beispiel Österreich) angeboten.
Die Betreuung der behinderten Menschen wird von Fachpersonal der Werkstätten übernommen.
Für diese Gruppenurlaubsreisen muss Jahresurlaub genommen werden.

Wie viel Urlaub steht dem Werkstattbeschäftigten zu?

Der Werkstattbeschäftigte hat Anspruch auf Erholungsurlaub in Anlehnung an das Bundesurlaubsgesetz und an § 125 Sozialhilfegesetzbuch IX. Der Beschäftigte erhält mindestens 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr. Maßnahmeteilnehmer im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich, die einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 vorweisen können, erhalten insgesamt 35 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Wie ist die Essenversorgung geregelt?

Während der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich ist das Mittagessen für alle Maßnahmeteilnehmer kostenlos. Im Arbeitsbereich entscheidet der zuständige Kostenträger darüber, ob sich der Werkstattbeschäftigte an den Kosten für das Mittagessen beteiligen muss. Das Mittagessen für alle fünf AWO Werkstätten wird in den Werkstätten Leipzig und Wurzen selbst gekocht. Die Küchen achten auf Abwechslung und Qualität.

Welche arbeitsbegleitenden Maßnahmen werden angeboten?

In den AWO Werkstätten werden u. a. folgende arbeitsbegleitende Maßnahmen angeboten:

  • Kreative Beschäftigungen (Bastel, Malen, Fadengrafik, Töpfern)
  • musische Beschäftigungen (Chor, Singegruppe)
  • Behindertensport, Fußball, Tischtennis, Schwimmen, Nordic Walking
  • Spiele (Karten-und Brettspiele)
  • diverse Bildungsangebote (Vermittlung von Kulturtechniken, wie Lesen, Schreiben, Rechnen; Kursangebote im Rahmen inklusiver Bildung)
  • Computerkurs
  • Bewegungs- und Tanztherapie
  • Physiotherapie und Logopädie
  • Diskoveranstaltungen in der Hauptwerkstatt Leipzig (ein Mal im Monat freitags im Anschluss an die Arbeit)
  • Faschingsveranstaltungen, Frühjahrs- und Sommerfeste, Weihnachtsfeiern
  • Tagesausflüge
  • Gruppenurlaubsreisen

Welche Möglichkeiten gibt es zur Vermittlung von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?

Die AWO Werkstätten bieten ihren Werkstattbeschäftigten vielfältige Möglichkeiten praxisnaher Förderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt:

  • Beschäftigung in Außenarbeitsgruppen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes in Leipzig und Umgebung
  • Beschäftigung auf ausgelagerten Einzelarbeitsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Praktika auf geeigneten Arbeitsplätzen in Betrieben und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes der Region
  • Bei der Suche nach Praktikumsplätzen sowie bei der eventuellen Vermittlung von geeigneten Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten die Begleitenden Dienste der AWO Werkstätten mit den zuständigen Integrationsfachdiensten eng zusammen.
Berufsbildung

Was mache ich im Berufsbildungsbereich?

Die Maßnahme im Berufsbildungsbereich schließt unmittelbar an das Eingangsverfahren an und hat eine Dauer von zwei Jahren. Im Berufsbildungsbereich erwerben die Maßnahmeteilnehmer zunächst Fertigkeiten und Grundkenntnisse verschiedener Arbeitsabläufe, darunter manuelle Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen und Werkzeugen. Darüber hinaus eignen sich die Maßnahmeteilnehmer spezielle fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten an, die deutlich auf die Einnahme eines Arbeitsplatzes im Arbeitsbereich der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hinzielen. Dabei sollen den Eignungen, Neigungen und Wünschen des jeweiligen Maßnahmeteilnehmers Rechnung getragen werden.
Während des Berufsbildungsbereiches wird der Maßnahmeteilnehmer auf die Aufnahme einer Tätigkeit im Arbeitsbereich bzw. auf einem Außenarbeitsplatz der AWO Werkstätten bzw. auf einem geeigneten Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet.

Arbeitsalltag (Regelungen zu Pausen, Urlaub, Essensversorgung)

Wie lange muss ich am Tag arbeiten?

Die tägliche Beschäftigungszeit beträgt von montags bis freitags 7,5 Stunden. Die Stundenzahl umfasst die Arbeitszeit, die Erholungspausen und die Zeit der Teilnahme an arbeitsbegleitenden Maßnahmen.
Den täglichen Beginn und das Ende der Beschäftigungszeit legt die einzelne Werkstatt nach pflichtgemäßem Ermessen selbst fest: Im Regelfall arbeiten die Werkstattbeschäftigten in der Zeit von montags bis freitags 7.30 Uhr bis 15.00 Uhr.
Eine verkürzte Arbeitszeit ist nach fachärztlicher Begutachtung und Zustimmung durch den zuständigen Kostenträger möglich.

Wie viele Pausen habe ich an einem Arbeitstag und wie lang sind die Pausen?

Ich habe täglich insgesamt vier Pausen:

  • 20 Minuten Frühstückspause
  • 10 Minuten zusätzliche Erholungspause (vormittags)
  • 30 Minuten Mittagspause
  • 10 Minuten zusätzliche Erholungspause (nachmittags)

Wie komme ich in die Werkstatt und zurück?

Wenn ich in der Lage bin, selbständig und ohne fremde Hilfe, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, muss ich allein in die Werkstatt kommen. Die Kosten für die Fahrkarte bekomme ich vom zuständigen Kostenträger erstattet. Bin ich aufgrund meiner Behinderung nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel allein und ohne fremde Hilfe zu nutzen, wird für mich ein Behindertenfahrdienst organisiert. Der Behindertenfahrdienst holt mich früh von zu Hause ab und bringt mich nachmittags wieder von der Werkstatt nach Hause. Der Behindertenfahrdienst ist für den behinderten Menschen kostenlos.
Über die Bewilligung eines Behindertenfahrdienstes entscheidet der zuständige Kostenträger auf der Grundlage seines amtsärztlichen Gutachtens.

Gibt es in den AWO Werkstätten Urlaubsangebote?

In allen fünf AWO Werkstätten werden jährlich Gruppenurlaubsreisen angeboten. Die Gruppenreisen haben eine Dauer von 5 – 7 Tage. Es werden sowohl Ferienobjekte im Inland als auch im Ausland (zum Beispiel Österreich) angeboten.
Die Betreuung der behinderten Menschen wird von Fachpersonal der Werkstätten übernommen.
Für diese Gruppenurlaubsreisen muss Jahresurlaub genommen werden.

Wie viel Urlaub steht dem Werkstattbeschäftigten zu?

Der Werkstattbeschäftigte hat Anspruch auf Erholungsurlaub in Anlehnung an das Bundesurlaubsgesetz und an § 125 Sozialhilfegesetzbuch IX. Der Beschäftigte erhält mindestens 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr. Maßnahmeteilnehmer im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich, die einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 vorweisen können, erhalten insgesamt 35 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Wie ist die Essenversorgung geregelt?

Während der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich ist das Mittagessen für alle Maßnahmeteilnehmer kostenlos. Im Arbeitsbereich entscheidet der zuständige Kostenträger darüber, ob sich der Werkstattbeschäftigte an den Kosten für das Mittagessen beteiligen muss. Das Mittagessen für alle fünf AWO Werkstätten wird in den Werkstätten Leipzig und Wurzen selbst gekocht. Die Küchen achten auf Abwechslung und Qualität.

Welche arbeitsbegleitenden Maßnahmen werden angeboten?

In den AWO Werkstätten werden u. a. folgende arbeitsbegleitende Maßnahmen angeboten:

  • Kreative Beschäftigungen (Bastel, Malen, Fadengrafik, Töpfern)
  • musische Beschäftigungen (Chor, Singegruppe)
  • Behindertensport, Fußball, Tischtennis, Schwimmen, Nordic Walking
  • Spiele (Karten-und Brettspiele)
  • diverse Bildungsangebote (Vermittlung von Kulturtechniken, wie Lesen, Schreiben, Rechnen; Kursangebote im Rahmen inklusiver Bildung)
  • Computerkurs
  • Bewegungs- und Tanztherapie
  • Physiotherapie und Logopädie
  • Diskoveranstaltungen in der Hauptwerkstatt Leipzig (ein Mal im Monat freitags im Anschluss an die Arbeit)
  • Faschingsveranstaltungen, Frühjahrs- und Sommerfeste, Weihnachtsfeiern
  • Tagesausflüge
  • Gruppenurlaubsreisen

Welche Möglichkeiten gibt es zur Vermittlung von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?

Die AWO Werkstätten bieten ihren Werkstattbeschäftigten vielfältige Möglichkeiten praxisnaher Förderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt:

  • Beschäftigung in Außenarbeitsgruppen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes in Leipzig und Umgebung
  • Beschäftigung auf ausgelagerten Einzelarbeitsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Praktika auf geeigneten Arbeitsplätzen in Betrieben und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes der Region
  • Bei der Suche nach Praktikumsplätzen sowie bei der eventuellen Vermittlung von geeigneten Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten die Begleitenden Dienste der AWO Werkstätten mit den zuständigen Integrationsfachdiensten eng zusammen.
Finanzielles/Kosten

Wer bezahlt die Kosten für meinen Werkstattplatz?

Die Kosten für die Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich zahlt die zuständige Agentur für Arbeit bzw. der zuständige Rentenversicherungsträger. Die Kosten für den Werkstattplatz im Arbeitsbereich bezahlt im Regelfall der Kommunale Sozialverband Sachsen. Die Kosten für den Platz im Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfach behinderte erwachsene Menschen zahlt im Regelfall ebenfalls der Kommunale Sozialverband Sachsen.

Erhalte ich während der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich Ausbildungsgeld?

Für die Dauer der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich zahlt der zuständige Träger der beruflichen Bildungsmaßnahme (Agentur für Arbeit, Rentenversicherung) ein Ausbildungsgeld, wenn kein Anspruch auf Übergangsgeld besteht (§ 104 und 105 SGB III). Das Ausbildungsgeld wird auch während Urlaub oder Krankheit gewährt.
Sollte die Krankheit aber länger als 6 Wochen zusammenhängend andauern, wird die Maßnahme unterbrochen bzw. abgebrochen. Wenn Sie der Maßnahme im Eingangsverfahren bzw. im Berufsbildungsbereich unentschuldigt fernbleiben, kann die Werkstatt das Vertragsverhältnis wegen fehlender Mitwirkungspflicht kündigen.

Wann bekomme ich Arbeitsentgelt und wie viel?

Die AWO Werkstätten zahlen dem Beschäftigten im Arbeitsbereich ein monatliches Entgelt nach ihrer gültigen Entgeltordnung. Es setzt sich zusammen aus:

  • Grundbetrag
  • leistungsangemessenem Steigerungsbetrag laut Entgeltsystem der AWO Werkstätten
  • staatlichem Arbeitsförderungsgeld.

Der Grundbetrag ist gesetzlich an die Höhe des Ausbildungsgeldes im 2. Jahr des Berufsbildungsbereiches (§ 138 Abs. 2 SGB IX) gebunden.

 

Begleitender Dienst

Welche Aufgaben haben die Begleitenden Dienste?

In allen fünf Werkstätten gibt es Begleitende Dienste, das heißt:
In den einzelnen Werkstätten sind Sozialarbeiter/-innen vor Ort tätig.
Die Begleitenden Dienste haben folgende Aufgabenschwerpunkte:

  • Ansprechpartner für die zu betreuenden Mitarbeiter
  • Beratung und sozialpädagogische Betreuung bei sozialen, beruflichen und psychologischen Angelegenheiten der behinderten Menschen
  • Krisenintervention
  • Kontaktperson und Ratgeber zu Eltern, Angehörigen und gesetzlichen Betreuern
  • Ratgeber für das Betreuungspersonal (Arbeitsgruppenleiter im Berufsbildungsbereich, im Arbeitsbereich und im Förder- und Betreuungsbereich)
  • Zusammenarbeit mit Wohnheimen für behinderte Menschen, mit anderen Wohnformen sowie mit Förderschulen
  • Koordination des Aufnahmeverfahrens
  • Kontaktstelle der Werkstätten zu den Leistungsträgern
  • Vorbereitung und Organisatin des Eingangsverfahrens
  • Anleitung der Gruppenleiter bei der Erstellung individueller Förder- und Bildungspläne
  • Unterstützung der Gruppenleiter bei der Berichterstattung an die Kostenträger
  • und Überwachung des Förder- und Bildungsprozesses insgesamt
  • Vermittlung geeigneter Werkstattbeschäftigter auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und enge Zusammenarbeit mit den Integrationsfachdiensten
  • Einleitung , Koordinierung und Überwachung von arbeitsbegleitenden Maßnahmen

 

Förderung und Betreuung

Welche behinderten Menschen besuchen den Förder- und Betreuungsbereich?

Den Förder- und Betreuungsbereich besuchen diejenigen behinderten Menschen, die noch nicht oder nicht mehr die Mindestanforderungen an die Aufnahme in die Werkstatt erfüllen. Die AWO Werkstätten setzen sich in diesem Zusammenhang für eine bestmögliche Integration schwerstmehrfach behinderter erwachsener Menschen unter dem „verlängerten Dach“ der Werkstatt für behinderte Menschen ein.

Folgende AWO Werkstätten haben einen Förder- und Betreuungsbereich:

  • die Hauptwerkstatt Leipzig
  • die Zweigwerkstatt Markkleeberg
  • die Zweigwerkstatt Grimma und
  • die Zweigwerkstatt Eilenburg

Der Förder- und Betreuungsbereich ist ein tagesstrukturierendes Förder- und Betreuungsangebot für schwerstmehrfach behinderte Erwachsene. Ziel der Förderung ist es, auf der Grundlage einer abgestimmten individuellen Förderung die Werkstattfähigkeit zu erreichen. Ist dieses Ziel aufgrund Art und Schwere der Behinderung gar nicht bzw. nicht in absehbarer Zeit zu erreichen, erfolgt eine Förderung im lebenspraktischen Bereich.

Werkstattrat

Wer vertritt meine Rechte und Pflichten in der Werkstatt?

In allen fünf Werkstätten der AWO Werkstätten gibt es jeweils einen Werkstattrat. Die Werkstatträte vertreten die Rechte der behinderten Menschen in den einzelnen Werkstätten. Allgemeine Aufgaben des Werkstattrates sind:

  • Der Werkstattrat hat darüber zu wachen, dass die zugunsten der Werkstattbeschäftigten geltenden Gesetze, Verordnungen,Unfallverhütungsvorschriften und mit der Werkstatt getroffenen Vereinbarungen durchgeführt werden.
  • Darunter fällt vor allem, dass die Werkstattverträge von der Werkstatt beachtet werden.
  • Der Werkstattrat nimmt Anregungen und Beschwerden von Werkstattbeschäftigten entgegen und wirkt durch Verhandlungen mit der Werkstatt auf Erledigung hin.
  • Der Werkstattrat hat dabei vor allem die Interessen besonders betreuungs- und förderbedürftiger Werkstattbeschäftigter zu wahren und die Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern.