Werkstatt Leipzig

Herzlich Willkommen in der Werkstatt Leipzig.

Unsere Werkstatt liegt im Gewerbegebiet Nordost Thekla in der Braunstraße 27-29.

Hier betreiben wir einen Berufsbildungsbereich mit 26 Plätzen, einen Arbeitsbereich mit 246 Plätzen und einen Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfachbehinderten Erwachsene mit 24 Plätzen.
Außerdem stellen wir Außenarbeitsplätze zur Verfügung.
Unser Mitarbeiterteam ist immer motiviert den hohen qualitativen und quantitativen Anforderungen, die an einen Werkstatt für behinderte Menschen gestellt wurden, gerecht zu werden.
Neben der produktiven Arbeit bieten wir auch arbeitsbegleitende Maßnahmen an.
Außerdem können wir im Rahmen unseres Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) insgesamt 20 Personen in ihren eigenen Wohnungen betreuen.

Sie wollen mehr Information, dann treten Sie mit uns in Kontakt.

AWO Werkstatt für Menschen mit Behinderung Leipzig

Angebot

Produkte und Dienstleistungen

Montage/Verpackung

In der Abteilung Montage und Verpackung werden von 60 Mitarbeitern folgende Tätigkeiten ausgeführt:

  • Bedienen der vorhandenen Maschinen, Werkzeuge und Hilfsmittel wie Bohrmaschinen, verschiedene Kniehebelpressen, Klebepistolen Elekroschrauber und Verpackungsmaschinen.
  • Einfache und komplizierte Montagearbeiten an unterschiedlichen Amaturen aus dem Sanitärbereich.
  • Vielfältige Verpackungsarbeiten mit Tätigkeiten wie Kuvertieren, Falten, Kleben, Einzählen, Auffüllen, Stempeln, Bündeln, Stapeln und Folienschweißen.

Technische Ausstattung

  • 1 Präzisionswaage
  • Presslufttacker
  • Pressluftschrauber
  • 1 Kartonagenklebemaschine
  • Akkuschrauber
  • Folienschweißgerät
  • Kniehebelpressen
  • 12 Klebepistolen
  • Hilfsvorrichtungen
  • 1 Schrumpftunnel
  • Stretchfolienwickler
Arbeitsbereich Montage/Verpackung
Elektromontage

Der Arbeitsbereich Elektromontage verfügt über 45 Einzelarbeitsplätze. Davon sind 20 Arbeitsplätze für Produktionsaufgaben der Firma Siemens ausgestattet.
Hierbei handelt es sich um speziell dem Arbeitsprofil angepasste Arbeitsplätze.

  • Hauptsächlich werden elektromechanische Montagearbeiten ausgeführt. Diese sind mit Spezialwerkzeugen wie Druckluftschrauber mit einstellbaren Drehmoment, Druckluftnietvorrichtung, Druckluftanpresswerkzeugen, Akkuschraubern und Crimpautomat eingerichtet.
  • Die Prüfung der Endprodukte erfolgt an separat eingerichteten Prüfplätzen. Für die Prüfung stehen die entsprechenden Mess- und Prüfmittel für U/I/R/L-Messungen und Drehmomentschlüssel zur Verfügung.
  • Regale, Transportwagen und Stellflächen ermöglichen eine ordnungsgemäße Lagerung aller Teile und Fertigprodukte.
  • Für das Produktangebot weiterer Firmen stehen 25 Arbeitsplätze für Kleinteilmontage, Zuarbeiten, Sortierarbeiten sowie Verpackungsarbeiten bereit. Für diese Arbeiten können Druckluftwerkzeuge, Elektrowerkzeuge, Heißklebepistolen, Kniehebelpressen und Verpackungsmaschinen eingesetzt werden.
  • In der Zweigwerkstatt haben sich die Mitarbeiter auf die Montage von Niederfrequenzüberträgern für die Telekommunikationsbranche spezialisiert. Mit Hilfe von Wickelvorrichtungen werden Isolationsschichten aufgebracht und Schalenkerne montiert.

Technische Ausstattung

  • Druckluftschrauber
  • Multimeter
  • Druckluftnieter
  • Induktivitätsmessgerät
  • Druckluftanpresse
  • Kniehebelpressen
  • Akkuschrauber
  • Heißklebepistolen
Arbeitsbereich Elektromontage
Metallbearbeitung

In der Metallbearbeitung können sämtliche Montagearbeiten von bis zu 30 Mitarbeitern ausgeführt werden. Zusätzlich kann die Mitarbeiterzahl um die Anzahl der Maschinenarbeitsplätze aufgestockt werden.

  • Vom Zuschnitt von Halbzeugen auf einer Metallbandsäge oder einer Metallkreissäge, bis hin zur Großserienfertigung auf den 10 Bohrmaschinen reicht die Bandbreite der Metallbearbeitung.
  • Für die unterschiedlichsten Dreharbeiten stehen 1 Speedy, bzw. 1 Weiler zur Verfügung. Auch Fräsarbeiten können an der Universalfräsmaschine in hochwertiger Qualität ausgeführt werden.
  • Den Werkzeug- und Vorrichtungsbau komplettieren eine Flächen-schleifmaschine, sowie eine Werkzeugschleifmaschine.
  • Auf einer hydraulischen Tischpresse, mit einem Maximaldruck von 4,5 KN werden Stanz- und Biegearbeiten realisiert. Abgerundet wird unser Leistungsangebot von 7 Zinnbädern, in denen Kabelenden verzinnt werden.

Technische Ausstattung

  • 1 Präzisionsflachschleifmaschine - Schleifbereich 400 x 200 mm
  • 1 Präzisionsdrehmaschine - Spitzenhöhe 160 mm, Länge 650 mm
  • 2 Universalfräs- und Drehmaschine mit Positionsanzeige
  • 1 Metallbandsäge Schnittleistung 270 x 200 mm
  • 1 hydraulische Tischpresse - Druckkraft 4,5 KN, Hub 50 mm
  • 1 Drehmaschine Speedy - Werkstückdurchmesser 32 mm, Länge 270 mm
  • 1 Bohr- und Gewindeschneidemaschine - bis M10, Bohrtiefe 90 mm
  • 2 Tischbohrmaschinen - mit Gewindeschneidautomaten
  • 1 Säulenbohrmaschine SB 16 - Bohrtiefe 100 mm
  • 6 Tischbohrmaschinen - von 1 - 20 mm
  • 1 CNC Metallbandsäge
  • 2 Metallbandsägen
  • 2 5-Achsen CNC-Bearbeitungscenter
  • CNC-Drehmaschine
  • 1 Faro 30 Messarm
CNC-Maschine
Tischlerei/Holzbereich

Der in der Tischlerei vorhandene Maschinenpark gestattet uns fast alle Holzarbeiten auszuführen. Diese reichen vom Palettenbau bis hin zur Maßanfertigung von Möbeln. Eine moderne und leistungsfähige Späneabsauganlage und Belüftung schaffen ein hygienisches und angenehmes Raumklima.

In der Tischlerei haben die Mitarbeiter die Möglichkeit folgendes zu erlernen bzw. umzusetzen:

  • Erkennen der verschiedenen Holzarten und deren Einsatz
  • Kennenlernen und Bedienung des umfangreichen Maschinenparks
  • Maßgenaues Arbeiten bei der Produktrealisierung
  • Einhaltung der besonderen Bedingungen des Arbeitsschutzes

Technische Ausstattung

  • Formatsäge Hydro
  • 3200 Oberfräse 2356
  • Absauganlage / Spänebrikettierung
  • Langlochbohrmaschine 116
  • Abrichthobelmaschine AH 500
  • Bandschleifer 2406
  • Farbgebungsanlage
  • Holz-Kopierdrehbank AP 5000 M
  • Dickenhobelmaschine D630
  • Kantenfräse
  • Elektrokettensäge EKS 400
  • Plattensäge PS 1225
  • Langbandschleifmaschine T93
  • Säulenbohrmaschine SB E3
  • Klammernagler
  • Pendelsäge
  • Tellerschleifmaschine DG 60
  • Handbandschleifer 230 E
  • Pendelstichsäge
  • Universal Rahmenpresse
  • Bandsägemaschine BSB 600
  • Handoberfräse schwer
  • Handhobel HL 850
  • Kantenanleimmaschine
  • Tischfräse T 130 N
  • Handkreissäge klein
  • Gehrungsstanze
  • MU2 (Hoffmannschwalbe)
  • CNC-Maschine
Tischlerei
Druckerei/Werbedruck

Der Bereich Druckerei gliedert sich in drei Bereiche, die Druckvorstufe, die Druckerei und die Weiterverarbeitung.

Durckvorstufe

  • alle Arbeiten vom Entwurf bis zur Filmbelichtung und fertigen Montage
  • Gestaltung mit Text, Grafiken und Bilder wie Tabellen- und Formularsatz, Broschüren, Zeitschriften, Briefbögen, Visitenkarten etc.
  • fertige Kundendateien können bearbeitet werden
  • Filmbelichtung
  • Druckvorlagen
  • auf Kundenwunsch auch Entwicklung von Logos für Firmen oder neuen Design für Geschäftsdrucksachen, Flyer, Grußkarten, Plakate etc.

Druckerei

  • Bogenoffsetdruck
  • Druck von großen Auflagen möglich
  • hochwertige Drucke in bis zu vier Farben, Sonderfarben, Metallic-Farben
  • Format bis zu A3+

Weiterverarbeitung

  • Weiterverarbeitung des Druckes wie z.B. Schneiden, Klammern, Falzen, Heften, Zusammentragen, Lochbohrung, Klebe- und Spiralbindung, Kuvertieren, Verpacken etc.

Unser Leistungsangebot der Druckerei umfasst folgende Druckerzeugnisse:

  • Plakate (bis A3+)
  • Flyer
  • Visitenkarten einseitig oder beidseitig bedruckt
  • Briefköpfe, Briefumschläge
  • Prospekte und Zeitungen (bis A3 offenes Format)
  • Schreibblöcke mit Text und Logo
  • Durchscheibesätze, Auftragsformulare
  • Eindrucke in Briefbogen
  • Einladungen und Karten aller Art
  • Werbematerial (in Form von Papier, Karton)
  • schnelle Farbkopien und Ausdrucke mit hochwertigem Farblaserdrucker
  • CD duplizieren und brennen
  • Laminieren etc.

Technische Ausstattung

  • Personal Computer mit den Standardprogrammen: Microsoft Office 2002, CorelDraw 8
  • Apple MacG3 und MacG4 mit den Programmen:
    • Photoshop 5.0 und 7.0
    • Freehand 8.0.1. und 10.0
    • QuarkXPress 4.0 und 5.0
    • PPCalc (Barcode)
    • Apple iMac mit OSX-10.4 (Tiger)
    • Adobe Acrobat Professional
    • Adobe InDesign CS2
    • Adobe Photoshop CS2
    • Adobe Illustrator CS2
    • Adobe QuarkXPress 6.5
    • Microsoft Word
    • ScanWizard Pro
  • Filmbelichter und -entwickler
  • Plattenkopiergerät und -entwickler
  • 2-Farb-Bogenoffsetmaschine Heidelberg GTOZ
  • 4-Farb-Bogenoffsetmaschine Heidelberg GTOV
  • Schneidemaschine 78XT Polar Heidelberg
  • Schneidemaschine IDEA
  • Falzmaschine 435 Euro Fold
  • Heft- und Klammermaschine Multimak
  • Minolta-Farblaserdrucker bizhub C350
  • Blockanleimmaschine
  • Laminiergerät
  • Scanner Microtek

 

Raumansicht der Druckerei in der AWO Werkstatt Leipzig
Druckerei
Wäscherei

Die Wäscherei entspricht den neusten Vorgaben im Bereich Abwasser und Hygiene, dies wird durch eine strikte Trennung von Schmutzwäsche und Sauberwäsche erreicht.
Damit sind die grundlegenden Voraussetzungen für die Bearbeitung von infektionsverdächtiger Wäsche geschaffen.
In der Wäscherei können 20 behinderte Menschen täglich 350 kg Wäsche bearbeiten.
Leistungsangebot

  • Kundenberatung und -betreuung
  • Kennzeichnung und Patchen der Wäsche
  • Trocken- und Glattwäsche (Bettwäsche, Tischwäsche, Hand- und Geschirrtücher)
  • Sonstiges (Steppdecken, Kissen, Wolldecken, Übergardinen, Stores)
  • Bügeln, Legen und Sortieren der Wäsche
  • Ausbesserungsarbeiten nach Vereinbarung

Technische Ausstattung

  • 1 Muldenmangel
  • 1 Faltmaschine
  • 1 Kittelfinisher
  • 1 Universalbügelpresse
  • 1 Hosentopper
  • 4 Waschschleudermaschinen für 5 kg, 13 kg, 50 kg, 100 kg
  • 3 Kompakttrockner

 

Wäscherei
Küche/Kantine/Catering

Der Bereich der Küche ist in der Lage, täglich 700 Portionen Mittagessen zu zubereiten. Zusätzlich wird noch die Frühstücks- und Pausenversorgung für alle Mitarbeiter übernommen.
Die technische Ausstattung sowie der gesamte Arbeitsablauf der Speisenzubereitung entspricht den gesetzlichen hygienischen Anforderungen. In allen Bereichen wird nach dem HACCP-Konzept gearbeitet.

Unsere Dienstleistungen

  • Veranstaltungscatering
  • Partyservice

Technische Ausstattung

  • 3 Kochkessel 100 / 150 / 200 Liter
  • 2 Kippbratpfannen
  • 1 Elektroherd mit Glaskeramikfeldern
  • 1 Friteuse
  • 2 Clima Plus Combi
  • 3 Kühlzellen
  • 1 Tiefkühlzelle
  • 2 Spülmaschinen
  • 1 Hochleistungmaschine-, Universal-Großküchenmaschine

 

Kantine

Impressionen

Impressionen aus unserer Werkstatt

In unserem Berufsbildungsbereich fördern wir 26 Menschen mit Behinderung. In unserer Werkstatt arbeiten 246 Menschen mit Behinderung in der Produktion. Außerdem stellen wir Außenarbeitsplätze zur Verfügung. Neben der produktiven Arbeit bieten wir auch arbeitsbegleitende Maßnahmen an:
Unser Förder- und Betreuungsbereich bietet zudem 25 Plätze für schwerstmehrfachbehinderte Erwachsene.

Zudem lädt unsere Terasse zur Erholung ein.

ABW

Ambulant betreutes Wohnen

Das Ambulant betreute Wohnen ist ein Wohnangebot der AWO Werkstätten Sachsen West, Werkstatt Leipzig, in dem die Betreuten in der eigenen Wohnung durch den Mitarbeiter im aufsuchenden Dienst betreut werden. Im Rahmen des Angebots von gesamt 20 Plätzen werden zurzeit 13 Betroffene in ihrer eigenen Wohnung innerhalb des Stadtgebietes Leipzig betreut.
Die Zielgruppe des Ambulant betreuten Wohnens sind erwachsene Menschen mit vorrangig geistiger Behinderung, Lernbehinderung sowie psychischer Beeinträchtigung, welche in den AWO Werkstätten beschäftigt sind.
Die Betreuungsschwerpunkte und Maßnahmen erstrecken sich auf die Unterstützung des oben genannten Personenkreises bei der Bewältigung von Alltagsproblemen.
Grundsätzlich verstehen sich die Betreuungsangebote als Hilfe zur Selbsthilfe und orientieren sich an den aktuellen Bedürfnissen des Betroffenen. Die Klienten des Ambulant betreuten Wohnens leben in ihrer eigenen Wohnung und sind für diese mit allen Rechten und Pflichten selbst zuständig.

Durch regelmäßige, planmäßige sozialpädagogische Betreuungs-, Anleitungs- und Beratungshilfen werden durch die Beeinträchtigung bedingte Defizite verringert und die Bewältigung der täglichen Anforderungen, individuellen Lebensplanung und -durchführung gefördert und stabilisiert.

Die Möglichkeit des Gesprächs und die Sicherheit, auf „offene Ohren“ zu stoßen, wird durch den Sozialarbeiter im Ambulant betreuten Wohnen garantiert. Oftmals schwankt, steigt oder sinkt das Maß der Kommunikation mit dem Sozialarbeiter. Dieses Maß ist immer auch Parameter für einen adäquaten, an dem Anforderungsprofil des Betreuten Wohnens angepassten Entwicklungsstand.

Maßnahmen im Ambulant betreuten Wohnen sind:

  • lebenspraktische Hilfen
  • Einzel- und Gruppengespräche
  • Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten
  • Krisenintervention
  • Entwicklung und Festigung der Motivation
  • Durchführung von Gruppenangeboten
  • Soziale Stabilisierung
  • Aufbau sozialer Kontakte

Im Notfall besteht telefonische Bereitschaft.

Die Kontaktaufnahme erfolgt über den Begleitenden Dienst der AWO Werkstatt Leipzig, Braunstraße 27-29 in 04347 Leipzig.

Ihre Ansprechpartner:

Frau Natusch (Betreuerin im Ambulant betreuten Wohnen): 0341/2392420
Frau Szilagyi (Mitarbeiterin Begleitender Dienst): 0341/2392420
Herr Kunze (Mitarbeiter Begleitender Dienst): 0341/2392410

Kontakt & Anfahrt

Kontakt & Anfahrt

Kontakt

Leiter der AWO-Werkstätten und Leiter der Werkstatt
Herr Udo Richter (u.richter@awowerkstaetten.de)

Produktion
Herr Holger Ackermann (h.ackermann@awowerkstaetten.de)

Begleitender Dienst
Frau Lydia Szilagyi (l.szilagyi@awowerkstaetten.de)

Anfahrt

AWO Werkstätten Sachsen-West
Hauptwerkstatt Leipzig
Braunstraße 27-29
04347 Leipzig-Thekla

Tel.: (03 41) 2 39 24 00
Fax: (03 41) 2 39 24 56

Häufige Fragen

Häufige Fragen (FAQ)

Allgemeines zur Werkstatt

Welche Werkstätten gehören zu den AWO Werkstätten Sachsen-West?

Zu den AWO Werkstätten Sachsen-West gehören folgende Werkstätten:

  • die Hauptwerkstatt Leipzig
  • die Zweigwerkstatt Markkleeberg
  • die Zweigwerkstatt Wurzen
  • die Zweigwerkstatt Grimma
  • die Zweigwerkstatt Eilenburg

Welche Förder-Bereiche gibt es in der Hauptwerkstatt Leipzig?

Es gibt folgende Bereiche in der Werkstatt:

  • Eingangsverfahren
  • Berufsbildungsbereich
  • Arbeitsbereich
  • Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfach behinderte erwachsene Menschen

Welche Arbeitsbereiche bietet die Hauptwerkstatt Leipzig an?

  • Montage/Verpackung
  • Elektromontage
  • Metallbearbeitung
  • Tischlerei/Holzbearbeitung
  • Druckerei/Werbedruck
  • Pflanzenhotel
  • Wäscherei
  • Küche/Kantine/Catering
Voraussetzungen zur Aufnahme

Wie bekomme ich einen Werkstattplatz? Welche Zugangsvoraussetzungen muss ich erfüllen?

Ich bekomme einen Werkstattplatz, wenn ich zum folgenden Personenkreis gehöre:

  • Meine vorrangige Beeinträchtigung sollte eine geistige Behinderung oder eine Lernbehinderung sein.
  • Ich sollte einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 besitzen.
  • Sollten Sie vorrangig eine psychische Erkrankung haben und in der Stadt Grimma bzw. in deren Umgebung (Einzugsgebiet) wohnen, haben Sie auch die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz in einer speziellen Abteilung für chronisch-psychisch kranke Menschen der Zweigwerkstatt Grimma zu bekommen.
  • Auch in den anderen AWO Werkstätten erhalten Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen eine Beschäftigung. Es gibt dort aber keine speziellen Abteilungen.
  • Auf jeden Fall ist ein aktuelles amtsärztliches Gutachten notwendig, was Ihnen bescheinigt, zur Zielgruppe der Beschäftigten in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu gehören.

Welcher Personenkreis wird in den AWO Werkstätten Sachsen-West beschäftigt?

  • Menschen mit geistiger Behinderung bzw. Lernbehinderung (vorrangige Behinderung)
  • Menschen mit einer körperlichen Behinderung
  • Menschen mit einer Sinnesbehinderung
  • Menschen mit einer chronisch- psychischen Erkrankung
  • Menschen mit Schwerstmehrfach-Behinderungen

Ab welchem Alter und wie lange kann ich die Werkstatt für behinderte Menschen besuchen?

Man kann die Werkstatt ab 18 Jahre bis zum Erreichen des Rentenalters besuchen, wenn man zum Personenkreis der Werkstattbeschäftigten gehört. Dies wird vom zuständigen Kostenträger regelmäßig überprüft.
In den meisten Fällen überprüft dies der Kommunale Sozialverband Sachsen aller zwei Jahre. Dazu erstellt die Werkstatt für behinderte Menschen einen ausführlichen Beobachtungs- und Entwicklungsbericht über den Mitarbeiter.
Wenn ich meine Schulpflicht bereits mit 16 Jahren erfüllt habe, kann ich auch schon mit 16 Jahren in die Werkstatt aufgenommen werden.

Aufnahme/Anmeldung

Wo muss ich einen Antrag auf Aufnahme stellen?

Die Anmeldung für die Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich erfolgt über die zuständigen Reha.-Berater der Agentur für Arbeit Leipzig für die Werkstatt Leipzig.
Falls Sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten, erfolgt die Anmeldung für Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich über die Reha.-Berater der Rentenversicherungsträger.
Die Anmeldung für die Aufnahme in den Arbeitsbereich der Werkstatt bzw. in den Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfach behinderte erwachsene Menschen erfolgt in der Regel über den Kommunalen Sozialverband Sachsen.

Was bedeutet Eingangsverfahren?

Die Maßnahme im Eingangsverfahren wird für alle neu in die Werkstatt aufgenommenen behinderten Menschen durchgeführt. Es erfolgt eine umfangreiche Testung des physischen und psychischen Leistungsvermögens mittels Kompetenzanalyse (Stärken-Schwächen-Analyse). Hier wird festgestellt, ob die Werkstatt für behinderte Menschen für den Maßnahmeteilnehmer die geeignete Einrichtung zur Teilnahme am Arbeitsleben ist und welche Bereiche der Werkstatt in Betracht kommen.
Das Eingangsverfahren dauert in der Regel drei Monate, in Ausnahmefällen nur einen Monat.

Berufsbildung

Was mache ich im Berufsbildungsbereich?

Die Maßnahme im Berufsbildungsbereich schließt unmittelbar an das Eingangsverfahren an und hat eine Dauer von zwei Jahren. Im Berufsbildungsbereich erwerben die Maßnahmeteilnehmer zunächst Fertigkeiten und Grundkenntnisse verschiedener Arbeitsabläufe, darunter manuelle Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen und Werkzeugen. Darüber hinaus eignen sich die Maßnahmeteilnehmer spezielle fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten an, die deutlich auf die Einnahme eines Arbeitsplatzes im Arbeitsbereich der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hinzielen. Dabei sollen den Eignungen, Neigungen und Wünschen des jeweiligen Maßnahmeteilnehmers Rechnung getragen werden.
Während des Berufsbildungsbereiches wird der Maßnahmeteilnehmer auf die Aufnahme einer Tätigkeit im Arbeitsbereich bzw. auf einem Außenarbeitsplatz der AWO Werkstätten bzw. auf einem geeigneten Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet.

Arbeitsalltag (Regelungen zu Pausen, Urlaub, Essensversorgung)

Wie lange muss ich am Tag arbeiten?

Die tägliche Beschäftigungszeit beträgt von montags bis freitags 7,5 Stunden. Die Stundenzahl umfasst die Arbeitszeit, die Erholungspausen und die Zeit der Teilnahme an arbeitsbegleitenden Maßnahmen.
Den täglichen Beginn und das Ende der Beschäftigungszeit legt die einzelne Werkstatt nach pflichtgemäßem Ermessen selbst fest: Im Regelfall arbeiten die Werkstattbeschäftigten in der Zeit von montags bis freitags 7.30 Uhr bis 15.00 Uhr.
Eine verkürzte Arbeitszeit ist nach fachärztlicher Begutachtung und Zustimmung durch den zuständigen Kostenträger möglich.

Wie viele Pausen habe ich an einem Arbeitstag und wie lang sind die Pausen?

Ich habe täglich insgesamt vier Pausen:

  • 20 Minuten Frühstückspause
  • 10 Minuten zusätzliche Erholungspause (vormittags)
  • 30 Minuten Mittagspause
  • 10 Minuten zusätzliche Erholungspause (nachmittags)

Wie komme ich in die Werkstatt und zurück?

Wenn ich in der Lage bin, selbständig und ohne fremde Hilfe, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, muss ich allein in die Werkstatt kommen. Die Kosten für die Fahrkarte bekomme ich vom zuständigen Kostenträger erstattet. Bin ich aufgrund meiner Behinderung nicht in der Lage, öffentliche Verkehrsmittel allein und ohne fremde Hilfe zu nutzen, wird für mich ein Behindertenfahrdienst organisiert. Der Behindertenfahrdienst holt mich früh von zu Hause ab und bringt mich nachmittags wieder von der Werkstatt nach Hause. Der Behindertenfahrdienst ist für den behinderten Menschen kostenlos.
Über die Bewilligung eines Behindertenfahrdienstes entscheidet der zuständige Kostenträger auf der Grundlage seines amtsärztlichen Gutachtens.

Gibt es in den AWO Werkstätten Urlaubsangebote?

In allen fünf AWO Werkstätten werden jährlich Gruppenurlaubsreisen angeboten. Die Gruppenreisen haben eine Dauer von 5 – 7 Tage. Es werden sowohl Ferienobjekte im Inland als auch im Ausland (zum Beispiel Österreich) angeboten.
Die Betreuung der behinderten Menschen wird von Fachpersonal der Werkstätten übernommen.
Für diese Gruppenurlaubsreisen muss Jahresurlaub genommen werden.

Wie viel Urlaub steht dem Werkstattbeschäftigten zu?

Der Werkstattbeschäftigte hat Anspruch auf Erholungsurlaub in Anlehnung an das Bundesurlaubsgesetz und an § 125 Sozialhilfegesetzbuch IX. Der Beschäftigte erhält mindestens 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr. Maßnahmeteilnehmer im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich, die einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 vorweisen können, erhalten insgesamt 35 Arbeitstage Urlaub im Jahr.

Wie ist die Essenversorgung geregelt?

Während der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich ist das Mittagessen für alle Maßnahmeteilnehmer kostenlos. Im Arbeitsbereich entscheidet der zuständige Kostenträger darüber, ob sich der Werkstattbeschäftigte an den Kosten für das Mittagessen beteiligen muss. Das Mittagessen für alle fünf AWO Werkstätten wird in den Werkstätten Leipzig und Wurzen selbst gekocht. Die Küchen achten auf Abwechslung und Qualität.

Welche arbeitsbegleitenden Maßnahmen werden angeboten?

In den AWO Werkstätten werden u. a. folgende arbeitsbegleitende Maßnahmen angeboten:

  • Kreative Beschäftigungen (Bastel, Malen, Fadengrafik, Töpfern)
  • musische Beschäftigungen (Chor, Singegruppe)
  • Behindertensport, Fußball, Tischtennis, Schwimmen, Nordic Walking
  • Spiele (Karten-und Brettspiele)
  • diverse Bildungsangebote (Vermittlung von Kulturtechniken, wie Lesen, Schreiben, Rechnen; Kursangebote im Rahmen inklusiver Bildung)
  • Computerkurs
  • Bewegungs- und Tanztherapie
  • Physiotherapie und Logopädie
  • Diskoveranstaltungen in der Hauptwerkstatt Leipzig (ein Mal im Monat freitags im Anschluss an die Arbeit)
  • Faschingsveranstaltungen, Frühjahrs- und Sommerfeste, Weihnachtsfeiern
  • Tagesausflüge
  • Gruppenurlaubsreisen

Welche Möglichkeiten gibt es zur Vermittlung von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?

Die AWO Werkstätten bieten ihren Werkstattbeschäftigten vielfältige Möglichkeiten praxisnaher Förderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt:

  • Beschäftigung in Außenarbeitsgruppen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes in Leipzig und Umgebung
  • Beschäftigung auf ausgelagerten Einzelarbeitsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Praktika auf geeigneten Arbeitsplätzen in Betrieben und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes der Region
  • Bei der Suche nach Praktikumsplätzen sowie bei der eventuellen Vermittlung von geeigneten Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten die Begleitenden Dienste der AWO Werkstätten mit den zuständigen Integrationsfachdiensten eng zusammen.
Finanzielles/Kosten

Wer bezahlt die Kosten für meinen Werkstattplatz?

Die Kosten für die Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich zahlt die zuständige Agentur für Arbeit bzw. der zuständige Rentenversicherungsträger. Die Kosten für den Werkstattplatz im Arbeitsbereich bezahlt im Regelfall der Kommunale Sozialverband Sachsen. Die Kosten für den Platz im Förder- und Betreuungsbereich für schwerstmehrfach behinderte erwachsene Menschen zahlt im Regelfall ebenfalls der Kommunale Sozialverband Sachsen.

Erhalte ich während der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich Ausbildungsgeld?

Für die Dauer der Maßnahme im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich zahlt der zuständige Träger der beruflichen Bildungsmaßnahme (Agentur für Arbeit, Rentenversicherung) ein Ausbildungsgeld, wenn kein Anspruch auf Übergangsgeld besteht (§ 104 und 105 SGB III). Das Ausbildungsgeld wird auch während Urlaub oder Krankheit gewährt.
Sollte die Krankheit aber länger als 6 Wochen zusammenhängend andauern, wird die Maßnahme unterbrochen bzw. abgebrochen. Wenn Sie der Maßnahme im Eingangsverfahren bzw. im Berufsbildungsbereich unentschuldigt fernbleiben, kann die Werkstatt das Vertragsverhältnis wegen fehlender Mitwirkungspflicht kündigen.

Wann bekomme ich Arbeitsentgelt und wie viel?

Die AWO Werkstätten zahlen dem Beschäftigten im Arbeitsbereich ein monatliches Entgelt nach ihrer gültigen Entgeltordnung. Es setzt sich zusammen aus:

  • Grundbetrag
  • leistungsangemessenem Steigerungsbetrag laut Entgeltsystem der AWO Werkstätten
  • staatlichem Arbeitsförderungsgeld.

Der Grundbetrag ist gesetzlich an die Höhe des Ausbildungsgeldes im 2. Jahr des Berufsbildungsbereiches (§ 138 Abs. 2 SGB IX) gebunden.

 

Begleitender Dienst

Welche Aufgaben haben die Begleitenden Dienste?

In allen fünf Werkstätten gibt es Begleitende Dienste, das heißt:
In den einzelnen Werkstätten sind Sozialarbeiter/-innen vor Ort tätig.
Die Begleitenden Dienste haben folgende Aufgabenschwerpunkte:

  • Ansprechpartner für die zu betreuenden Mitarbeiter
  • Beratung und sozialpädagogische Betreuung bei sozialen, beruflichen und psychologischen Angelegenheiten der behinderten Menschen
  • Krisenintervention
  • Kontaktperson und Ratgeber zu Eltern, Angehörigen und gesetzlichen Betreuern
  • Ratgeber für das Betreuungspersonal (Arbeitsgruppenleiter im Berufsbildungsbereich, im Arbeitsbereich und im Förder- und Betreuungsbereich)
  • Zusammenarbeit mit Wohnheimen für behinderte Menschen, mit anderen Wohnformen sowie mit Förderschulen
  • Koordination des Aufnahmeverfahrens
  • Kontaktstelle der Werkstätten zu den Leistungsträgern
  • Vorbereitung und Organisatin des Eingangsverfahrens
  • Anleitung der Gruppenleiter bei der Erstellung individueller Förder- und Bildungspläne
  • Unterstützung der Gruppenleiter bei der Berichterstattung an die Kostenträger
  • und Überwachung des Förder- und Bildungsprozesses insgesamt
  • Vermittlung geeigneter Werkstattbeschäftigter auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und enge Zusammenarbeit mit den Integrationsfachdiensten
  • Einleitung , Koordinierung und Überwachung von arbeitsbegleitenden Maßnahmen

 

Förderung und Betreuung

Welche behinderten Menschen besuchen den Förder- und Betreuungsbereich?

Den Förder- und Betreuungsbereich besuchen diejenigen behinderten Menschen, die noch nicht oder nicht mehr die Mindestanforderungen an die Aufnahme in die Werkstatt erfüllen. Die AWO Werkstätten setzen sich in diesem Zusammenhang für eine bestmögliche Integration schwerstmehrfach behinderter erwachsener Menschen unter dem „verlängerten Dach“ der Werkstatt für behinderte Menschen ein.

Folgende AWO Werkstätten haben einen Förder- und Betreuungsbereich:

  • die Hauptwerkstatt Leipzig
  • die Zweigwerkstatt Markkleeberg
  • die Zweigwerkstatt Grimma und
  • die Zweigwerkstatt Eilenburg

Der Förder- und Betreuungsbereich ist ein tagesstrukturierendes Förder- und Betreuungsangebot für schwerstmehrfach behinderte Erwachsene. Ziel der Förderung ist es, auf der Grundlage einer abgestimmten individuellen Förderung die Werkstattfähigkeit zu erreichen. Ist dieses Ziel aufgrund Art und Schwere der Behinderung gar nicht bzw. nicht in absehbarer Zeit zu erreichen, erfolgt eine Förderung im lebenspraktischen Bereich.

Werkstattrat

Wer vertritt meine Rechte und Pflichten in der Werkstatt?

In allen fünf Werkstätten der AWO Werkstätten gibt es jeweils einen Werkstattrat. Die Werkstatträte vertreten die Rechte der behinderten Menschen in den einzelnen Werkstätten. Allgemeine Aufgaben des Werkstattrates sind:

  • Der Werkstattrat hat darüber zu wachen, dass die zugunsten der Werkstattbeschäftigten geltenden Gesetze, Verordnungen,Unfallverhütungsvorschriften und mit der Werkstatt getroffenen Vereinbarungen durchgeführt werden.
  • Darunter fällt vor allem, dass die Werkstattverträge von der Werkstatt beachtet werden.
  • Der Werkstattrat nimmt Anregungen und Beschwerden von Werkstattbeschäftigten entgegen und wirkt durch Verhandlungen mit der Werkstatt auf Erledigung hin.
  • Der Werkstattrat hat dabei vor allem die Interessen besonders betreuungs- und förderbedürftiger Werkstattbeschäftigter zu wahren und die Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern.