Zusammenarbeit mit dem Krisenstab

Manuela Bauersachs, Einrichtungsleiterin des AWO Wohnverbundes Bad Lausick

 

Eine Krise wie die derzeitige Ausbreitung des Coronavirus, stellt Unternehmen und Vereine, genauso wie das Personal, Angehörige und Kunden vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern können. Die AWO Sachsen-West hat deshalb einen interdisziplinären Krisenstab gebildet, der schnell anwendbare Lösungswege während und aus einer Krise heraus aufzeigt und im stetigen Kontakt mit den einzelnen Einrichtungen steht. Er bewertet täglich die Situation und entscheidet, welche Maßnahmen notwendig und umzusetzen sind.

Wir haben Manuela Bauersachs, Einrichtungsleiterin des AWO Wohnverbundes Bad Lausick, nach ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Krisenstab der AWO Sachsen-West befragt.

 

Was macht für Sie die Arbeit des Krisenstabes aus?

Der Krisenstab ist das Kernstück des Krisenmanagements. Strategische und überlebenswichtige Entscheidungen für das Unternehmen werden von diesem Gremium erarbeitet und mit der Geschäftsführung beraten. Die Erstellung von Handlungsleitlinien, das Zusammenfassen von krisenrelevanten wichtigen Informationen und die zentrale Organisation von Schutzkleidung beispielsweise laufen über den Krisenstab strukturiert ab und sichern so auch den reibungslosen Ablauf in allen Bereichen unseres Unternehmens.

 

Welche Vorteile sehen Sie in der Zusammenarbeit mit einem Krisenstab?

Die Zusammenarbeit mit dem Krisenstab hat den Vorteil, dass ich beispielsweise die für mich und meine Arbeit wichtigen Informationen komprimiert erhalte. Die Sichtung der ganzen Flut an Informationen von außen bleibt mir somit erspart und ich gewinne Zeit, um mich verstärkt um die betrieblichen Abläufe und das Wohlergehen der mir anvertrauten Menschen kümmern zu können. Gerade in Krisenzeiten ist mir wichtig, als Führungskraft Präsenz an der Basis zu zeigen.

 

Inwieweit kommt ihrer Meinung nach den Einrichtungen und dem Personal die Tätigkeit des Krisenstabes zugute?

Wir sind ein großes Unternehmen, mit vielen Bereichen. Die zentrale Organisation von Hilfsmitteln, Festlegung von einheitlichen Regelungen, eine Anlaufstelle für Informationen sowie Kontakte zu Behörden und Institutionen: das alles bietet die Chance, während einer Krise einheitlich zu handeln, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das wäre ohne den unternehmenseigenen Krisenstab nicht möglich.

Ich gebe meinen Mitarbeitern*innen immer die aktuellen Informationen und Handlungsempfehlungen des Krisenstabs weiter. Sie wissen um die Kompetenz und Verantwortung des Krisenstabs. Das gibt Sicherheit und das Gefühl des Zusammenhalts und der Solidarität. Das ist wichtig, denn jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Niemandem ist die momentane Situation egal: Es berührt uns alle sehr.

 

Welche Erfahrung haben Sie bisher in der Corona-Krise mit dem Krisenstab der AWO Sachsen-West gemacht?

Die personelle Zusammensetzung und das strukturelle Arbeiten unserer Akteure sind beispielhaft. Wenn ich in Gesprächen außerhalb unseres Unternehmens von unserem Krisenstab und der Organisation berichte, ist ein Staunen spürbar. Das ist in dieser Art und Weise keineswegs selbstverständlich. Die Zusammenarbeit ist sehr professionell. Ich kann nur sagen: Dankeschön!

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