AWO Werkstätten als Anbieter von PRAXISBAUSTEIN zugelassen

von Anne Böttger (Kommentare: 0)

Junge Menschen mit Behinderung, die eine Werkstatt (WfbM) besuchen, sind derzeit aus dem regulären Ausbildungssystem ausgeschlossen. Um ihnen dazu einen Zugang im Sinne der UN Behindertenrechtskonvention Artikel 24 zu ermöglichen, sind die AWO Werkstätten Sachsen-West seit 01. Januar 2018 als so genannter „Anbieter für das Vermitteln von PRAXISBAUSTEIN“ zugelassen und folgen zusätzlich dem Konzept der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen und der LAG WfbM Sachsen. Es soll zu einer zertifizierten beruflichen Bildung auch in Werkstätten verhelfen.

Dazu werden anerkannte Ausbildungspläne unterschiedlicher Berufe gemeinsam mit den Kammern (IHK und Handwerkskammer) in einzelne Bildungsmodule gegliedert und zertifiziert.

Mit der Entwicklung von Praxisbausteinen, die sich an regulären Ausbildungsberufen orientieren und Segmente aus den Ausbildungsrahmenplänen beinhalten, haben junge Menschen so die Möglichkeit, in dem ihnen möglichen Rahmen, Teile einer Berufsausbildung zu absolvieren und darüber ein von den Kammern anerkanntes Zertifikat zu erhalten.

Das stärkt nicht nur ihr Selbstbewusstsein enorm, die Praxisbausteine erleichtern auch die Kommunikation und Kooperation mit künftigen Arbeitgebern und erhöhen so ihre Chancen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Arbeitsplatz zu finden.

Falko Köditz

Leiter Kompetenzzentrum Berufliche Bildung

 

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